DO-Pro klärt auf: Beratung rund um das Thema Arbeitnehmerüberlassung

Nicht immer sind gesetzliche Vorgaben und Regelungen besonders leicht zu verstehen. Eigentlich eher selten. DO-Pro setzt diesbezüglich auf volle Beratungsleistung. Denn zu einem Rundum-Verständnis der Marktsituation gehört auch das Thema Rechtssicherheit. All unsere Kunden können sich auf unser AÜG-Know-how verlassen.

Einen Überblick über die wichtigsten AÜG-Fakten seit der Reform 2017 geben wir hier:

  • Equal Pay – Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Equal Pay in der Arbeitnehmerüberlassung bedeutet, dass Leiharbeiter spätestens nach 9 Monaten ununterbrochener Beschäftigung beim gleichen Entleiher wie ein vergleichbarer Stammmitarbeiter bezahlt werden müssen. Nach dieser Frist ist es nicht mehr möglich, von diesem Gleichstellungsgebot bezogen auf das Arbeitsentgelt abzuweichen. Ausnahme: Es gelten bei der Überlassung tarifliche Branchenzuschläge. Hier kann die Frist auf 15 Monate hochgesetzt werden. Welche Lohnbestandteile zur Berechnung als Grundlage dienen, muss mit dem Entleiher festgelegt werden.

Vgl. § 8 Abs. 2, Abs. 4 AÜG

  • Überlassungshöchstgrenze von 18 Monaten

Diese Regelung definiert eine Höchstgrenze von 18 Monaten, die ein Zeitarbeitnehmer beim Kunden eingesetzt werden kann. Diese Frist ist personenbezogen, das heißt, der Kunde kann für die gleiche Stelle nach den 18 Monaten einen anderen Leiharbeiter einsetzen. Ebenfalls bedeutet das, dass es zu keiner Neuberechnung kommt, wenn der Leiharbeiter für eine andere Tätigkeit im gleichen Unternehmen eingesetzt wird. Erst, wenn zwischen den Einsätzen mehr als 3 Monate liegen, beginnt eine Neuberechnung. Hierbei ist gleichgültig, ob der jeweilige Zeitarbeitnehmer vorher über ein anderes Zeitarbeitsunternehmen bei diesem Kunden eingesetzt wurde.

Durch Tarifverträge oder auch Betriebsvereinbarungen kann von dieser Regelung abgewichen werden. Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns einfach an!

  • Kennzeichnungspflichten & Verbot der verdeckten Arbeitnehmerüberlassung

Um sogenannte „verdeckte Arbeitnehmerüberlassungen“ zu unterbinden, gilt seit April 2017 die Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflicht. Somit soll verhindert werden, dass ein Unternehmen einen Dienstleister über einen Dienst- oder Werkvertrag einbindet, tatsächlich die Leiharbeiter aber „nur“ im Rahmen von AÜ-Tätigkeiten beschäftigt. Vor Beginn der Überlassung muss der Vertrag also konkret als „Arbeitnehmerüberlassungsvertrag“ gekennzeichnet werden. Um die Konkretisierungspflicht zu erfüllen, muss dabei der Leiharbeiter namentlich genannt werden.

Sie haben konkrete Fragen zum Arbeitnehmerüberlassungsgesetzt? Nutzen Sie direkt unser Kontaktformular.